Montag, 4. Mai 2015

Wer nichts wird, wird Wirt.

SUPER!
Man hört oft von den Träumen der Eltern. Den ungelebten. Den niemals verwirklichten Träumen, die es nun im Leben der Kinder zu Realität bringen sollen.

Ich selbst habe es in meinem Leben niemals zu einer Kneipe gebracht.
Im Vollrausch am Tresen stehen. Am eigenen Tresen. Mein Traum.
Wie schaffe ich es also, dass aus Heddi nichts wird, um dem unerfüllten Wunsch nach Flatratesaufen in heimischer, aber offizieller Atmosphäre nicht länger hinterherzujagen?

Frühkindliche Prägung.

Ich linse kurz zu ihr rüber. „Weißt Du, was total gut schmeckt?“ Schweigen. 
„Na Mamas Milch.“ Schweigen. 
„Und weißt Du was noch viiiiiel besser schmeckt?“ (...)
Mist. Ist sie begabt? Vielleicht.

Sollte eine Hochbegabung vorliegen, gibt es Hoffnung. Genies gucken gerne tief ins Glas. Dafür erfahren sie jedoch Bewunderung für ihren Freigeist und Billigung jedweder nötiger Umstände, diesen so unkonventionell ausleben zu können.

Ich möchte jedoch nicht, dass sie trinkt.

Zumindest nicht mehr als das, was mindestens nötig ist, um seinen Gästen ein gutes Gefühl von Ebenbürtigkeit zu geben. 
Welcher Wirt ist schon propagierender Antialkoholiker?

Es rattert.

Vielleicht sollte ich ihr Spielzeug auf zu erwartende Lerneffekte hin untersuchen? Ich finde es ohnehin überflüssig, Rundes in Rundes und Eckiges in Eckiges zu fädeln, um dann enttäuscht festzustellen, dass sich mit dieser Ordnung nun nichts weiter anstellen lässt.

Wie früh Kindern Anpassung beigebogen wird, erschüttert mich bei diesem Gedanken so sehr, dass ich mich in meinem Vorhaben Zukunftswerkstatt bestärkt fühle. 
Also weg mit denPuzzles, Memorys und Ausmalbüchern.
Übrig bleiben die Kuscheltiere. Das ist gut. Und wichtig.

Geselligkeit ist das A und O in jedem guten Kneipenbetrieb.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen